Tagespflegegäste und Angehörige im Gespräch

Ein Jahr Tagespflege Buttenheim

Nicht ansatzweise ein Grund zum Ärgern: Herr Helldörfer genießt jede Stunde in der Tagespflege Buttenheim

Im November 2017 wurde die Tagespflege Buttenheim eröffnet. Mit der Tagespflegeeinrichtung für zwölf Gäste ergänzt die Seniotel gGmbH das Angebot der ambulanten Pflege und bietet eine individuelle Betreuung und Pflege an, die an verabredeten Tagen außerhalb des häuslichen Umfeldes ermöglicht wird. Die Tagespflege bietet neben der pflegerischen Versorgung auch soziale Kontakte und den Bedürfnissen individuell angepasste körperliche und soziale Aktivierungsangebote, dabei entlastet sie die Angehörigen und Pflegenden.

Ein Jahr ist seit der Eröffnung der Tagespflege Buttenheim vergangen. Grund genug, um aus erster Hand zu erfahren wie es ist als Gast in der Tagespflege zu sein oder wie die pflegenden Angehörigen dies empfinden. Deshalb wurden Interviews mit einem Tagespflegegast aus Buttenheim und einer Angehörigen geführt.

Herr Helldörfer, Sie sind seit Dezember 2017 Tagespflegegast in Buttenheim. Wie war es für Sie am Anfang, als sie zum ersten Mal hier in die Tagespflege kamen?
„Ich war sehr skeptisch, ob diese Tagespflege gut ist und ob es mir überhaupt gefällt. Aber nach dem ersten Tag war ich sehr erleichtert. Es hat mir Spaß gemacht und wir haben uns miteinander unterhalten.“

Nehmen Sie gerne an den Aktivitäten wie den Ratespielen, Kegeln oder an den Veranstaltungen teil?
„Ja. Mir gefallen am besten Basteln und Kegeln.

Würden Sie anderen empfehlen die Tagespflege zu besuchen?
„Auf jeden Fall!“

Frau Essel ist die Angehörige eines Tagespflegegastes. Auch sie haben wir befragt.

Frau Essel, wie geht es Ihnen damit, ihre Angehörige in die Tagespflege zu geben? Hatten Sie anfänglich Bedenken?
„Nein, eigentlich nicht. Ich habe seit Anfang an ein gutes Gefühl. Ich habe mich informiert, was eine Tagespflege ist und was angeboten wird. Ich wollte auf keinen Fall, dass meine Mutter nur „aufbewahrt ist“. Und ich muss sagen, ich bin bisher sehr zufrieden mit meiner Entscheidung.“

Haben Sie Veränderungen bei Ihrer pflegebedürftigen Angehörigen wahrgenommen?
„Ja, auf jeden Fall. An den Tagen, an denen sie die Tagespflege besucht, ist meine Mutter am Abend immer lebhafter und redet auch viel. Ich habe das Gefühl, dass sie in der Tagespflege Buttenheim gut aufgehoben ist.“

Spüren Sie eine Entlastung für Sie als pflegende Person?
„Ja.“

Würden Sie anderen empfehlen die Tagespflegeeinrichtung zu nutzen?
„Habe ich bereits schon. Und sie besucht auch schon seit einiger Zeit die Tagespflege.“

Nadine Glaser, die Leiterin der Tagespflegeeinrichtung erzählt gerne, welche Erfahrungen sie im ersten Jahr gemacht hat und was sie als Fachkraft den Lesern mit auf den Weg geben möchte.

„Auch uns als Pflegefachkräfte erstaunt es immer wieder, welche Eigenschaften oder Fähigkeiten von einzelnen Gästen durch die Gruppendynamik wieder zum Tragen kommen Es herrscht immer eine rege Kommunikation unter den Gästen, hierbei ist es unerheblich ob jemand geistig rege oder an Demenz erkrankt ist. Die Gäste schätzen diesen Austausch untereinander. Zuhause bleibt die Kommunikation oft auf der Strecke, insbesondere wenn die Senioren alleine leben. Unseren Tagesablauf gestalten wir für unsere Gäste individuell nach Gästestruktur. So trainieren wir beispielsweise das Gedächtnis, machen gemeinsame Gymnastik, spielen Gesellschaftsspiele, kochen und backen, sind kreativ und vieles mehr. All diese Angebote sind in einem strukturierten Tagesablauf integriert und finden neben den gemeinsamen Mahlzeiten statt. Erwähnen möchte ich noch, dass die Teilnahme an den Aktivitäten völlig freiwillig ist. Auch Ruhepausen sind jederzeit für die Gäste in speziellen Ruheräumen möglich.

 

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